Was Kinderlose nicht wissen - Familie Zielonke

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Was Kinderlose nicht wissen

Zum Nachdenken


Eltern und Kinderlose leben in zwei Dimensionen:

Kinderlose kennen die Welt um sechs Uhr morgens an einem Sonntag nicht.

Sie wissen nicht wie es ist, an einem Sonnabend schon um 19:45 Uhr ins Bett zu gehen.

Sie kennen nicht das Gefühl der Panik, wenn bei einem Spaziergang eine leise Stimme zuflüstert: “Ich muss groß“

Sie wissen nichts von Monstern, die nachts unter dem Bett lauern und vertrieben werden müssen.

Sie ahnen nicht, dass man krakeliges Gewirr aus Strichen und Kreisen für wunderschön halten kann.

Sie kennen das beruhigende Gefühl nicht, wenn man leisen Atem spürt.
Sie wissen nicht, wie es ist, wenn sich bei Gefahr eine kleine Hand in die eigene schiebt.

Sie sind noch nie mit feuchten Honigbroten gefüttert worden.

Haben noch nie ein Pflaster auf eine Wunde geklebt, die keine ist.

Sie kennen das Gefühl nicht, ein nasses, nacktes Kind in Badelaken zu wickeln und an sich zu drücken.
Sie wissen nicht mehr, dass Haarewaschen unsagbar widerlich ist.

Sie haben vergessen, dass nichts besser schmeckt als Nudeln mit Ketchup.

Sie kennen den weißen Schimmer im Gaumen nicht, der ein Zahn wird.

Sie sind ausgeschlafen gut.

Sie haben Zeit für sich, auch gut.

Sie müssen nicht die Giftnotzentrale anrufen und fragen, ob es schädlich ist, Sonnenmilch zu trinken.

Keine Gute-Nacht-Geschichten erzählen, und keine Sesamstrasse gucken.

Sie brauchen nicht Nächte durchzumachen, weil jemand 40 Grad Fieber hat, der noch keinen Meter groß ist.

Sie brauchen nicht zu untersuchen, bewachen, verhindern, wiegen, messen, säubern, tragen und zu schaukeln.

All das brauchen sie nicht.

All das dürfen sie nicht.

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